ad 1. Ergebnisse einer aktuellen umfassenden österreichischen Studie über die Belastungen von Menschen an Computer-Arbeitsplätzen: Verlust der Arbeitsfähigkeit (Employability)

Der Körper ist auf Bewegung ausgerichtet. Die starre Haltung bedeutet Belastung durch An- und Verspannung der Muskulatur, Schmerzen und Müdigkeit.

Wie hoch die  körperliche Belastung der Personen mit Computerarbeitsplätzen ist,  beweisen die alarmierenden  Daten, die von 377 Männer und 181 Frauen erhoben wurden.

Die berichtete Intensität der Beschwerden liegt in einem so hohen Bereich, dass Sofortmaßnahmen angezeigt sind, um Arbeitsausfälle, Krankenstände und Leistungsabfall hintanzuhalten.

  • Nur 4 Personen gaben an beschwerdefrei zu sein!
  • Bereits nach 1 Stunde Computerarbeit treten mittlere Augenbeschwerden, nach 2-3 Stunden Nackenbeschwerden auf.
  • Die Intensität der Nackenbeschwerden liegen auf einer Skala von 0-10 im Bereich 4,5 (Männer) und 5,5 (Frauen).
  • 55 % fühlen sich in einer maximalen Stressbelastung, einige befinden sich bereits im Stadium des Burnout. Frauen empfinden dieselbe berufliche Stressbelastung wie Männer.
    Frauen sind stärker belastet als Männer.
  • Frauen leiden signifikant stärker an Nacken-, Kopfschmerzen und Beinbeschwerden.
  • Die befragten Frauen sind schlanker als die Männer, rauchen aber mehr.

Die Müdigkeit beschleunigt den Burnout Prozess. Müdigkeit, die mit längerer Benutzung des PC einhergeht, hat erheblichen Anteil an Konzentration und Arbeitsleistung. Je müder, desto geringer die Leistung, Aufmerksamkeit und Konzentration.

Durch die relativ rasche Ermüdung während der PC Arbeit werden Burnout-Prozesse beschleunigt, da wesentlich mehr Energie als nötig aufgewendet werden muss, um die geforderten Arbeiten erledigen zu können.

Produktivität, Arbeits- und Lebensqualität stimmen nicht mehr überein, ein gefährlicher Kreislauf beginnt.

Burnout ist eine schwere Störung,
die einen Zusammenbuch wesentlicher Funktionen zur Folge hat!

Folgen:

  • Steigende Krankenstände und Fluktuation, explodierende Kosten!

Die Intensität der Beschwerden erfordert sofortige Maßnahmen, die sich sowohl auf spezielle Körper – und Wahrnehmungsübungen, Bewegung (individuell abgestimmte Trainingsziele), als auch auf den richtigen Umgang mit Stress und Regeneration.

Informationen zu den Kosten welche für Unternehmen durch die Ignoranz dieser Belastungen anfallen (Verlust der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit (Sustainability)) finden Sie hier.

Für produktives Arbeiten und Burnout-Prävention sind 5 Grundsätze wesentlich:

  1. Wahrnehmung von Missempfindungen, Spüren von Fehlhaltungen und das Wissen von präventiven Übungen und Strategien, um arbeitsbedingte Beschwerden erst gar nicht aufkommen zu lassen.
  2. Das Verständnis von biopsychosozialen Zusammenhängen und Stress; wesentlich ist hier das Erkennen der Zusammenhänge zwischen Spannung, Belastung, Stress und Workload (emotional-psychisch oder Belastung durch Fehlhaltung, Arbeitsbelastung, Zeitdynamik).  Spannung und Belastung setzen sich sowohl mental als auch physisch, durch erhöhte Muskelspannung (Schmerzen in der Muskulatur) fest.
  3. Das Vorhandensein ergonomisch ausgestatteter Arbeitsplätze; wesentlich ist jedoch auch dabei, dass die Personen ihre persönliche Wahrnehmung für Haltungsfehler und stressbedingte Veränderungen im Körper wahrnehmen und verändern können, Bewegung.
  4. Wissen um Regenerationsmechanismen: Entspannung ist nicht gleichbedeutend mit Regeneration.
  5. Integration der Maßnahmen in die Unternehmenskultur
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